KI im Rechtswesen: Wie KI unser juristisches System prägt

Ist das denn legal? KI für juristische Zwecke zu nutzen? Klar. Und es geht noch weiter: künstliche Intelligenz (KI) sorgt in Deutschland gerade für tiefgreifende Veränderungen im Rechtswesen. Rechtsberatung, Rechtsprechung, Rechtsanalysen – KI bietet ganz neue Möglichkeiten, Effizienz zu steigern und präzisere Ergebnisse zu erzielen. Für Privatpersonen, Unternehmen, aber besonders für Anwälte.

Als Deutschlands bekannteste KI Beratung unterstützen wir Kunden von Rang und Namen im Rechtswesen in Form von KI Workshops sowie KI Softwareentwicklung und geben Ihnen in diesem Guide einen Überblick zum derzeitigen Stand von KI im Recht.

 

Führende KI Unternehmen Deutschlands

Wir werfen einen Blick auf die KI Tools, die Sie heute schon für Rechtsfragen nutzen können und wie Unternehmen KI nutzen, um effizienter zu werden. Auch das Urheberrecht beim Thema KI sowie Deepfakes (Stichwort: Persönlichkeitsrechte) werden in diesem Leitfaden abgehandelt.


Disclaimer vorab:

Dies ist keine Rechtsberatung. Darüber hinaus kann KI immer halluzinieren und falsche Antworten ausgeben. Keine Haftung.


KI im Rechtswesen – Darf er das?

Die Frage, die sich viele Juristen und Klienten stellen, ist nicht nur, wie KI die Rechtsbranche verändert, sondern auch, ob der Einsatz dieser Technologien überhaupt legal ist. Die Antwort darauf ist ebenso komplex wie das Feld der KI selbst: Sie hängt von zahlreichen Faktoren ab, einschließlich der Art der verwendeten KI, der spezifischen Anwendung und den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen.

 

In diesem Blog werden wir den Einsatz von KI im Rechtswesen genauer betrachten und herausfinden, wie Anwaltskanzleien, Rechtsabteilungen und Gerichte KI nutzen, um ihre Arbeit effizienter und effektiver zu gestalten. Wir werden spezielle KI-Tools wie Cameo Jura GPT vorstellen, das mit deutschen Gesetzen und Rechtsprechungen trainiert wurde, und diskutieren, wie solche spezifischen GPTs juristische Recherchearbeiten erleichtern können.

 

Daneben beleuchten wir Plattformen wie Harvey AI, die zeigen, dass große Kanzleien weltweit bereits auf Legal-Tech-Plattformen setzen, um ihre Prozesse zu optimieren. Die Herausforderungen und rechtlichen Bedenken, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und die individuellen Anforderungen des deutschen Rechtssystems, werden ebenfalls thematisiert.

Die Marschrichtung ist klar: “Lawyers – AI is coming for you.” 

Doch bevor wir uns dieser Zukunft stellen, müssen wir die Grundlagen verstehen und die Weichen richtig stellen. Dieser Blog zielt darauf ab, ein umfassendes Bild von KI im Rechtswesen zu zeichnen, und Sie verstehen zu lassen, wo die rechtlichen Grenzen liegen und welche Probleme sich stellen.

 

Gerne können Sie sich zusätzlich auf Anwalt.de die Podcastfolge “KI im Recht” mit unserem Geschäftsführer Florian Hübner, dem führenden KI Influencer in Deutschland, anhören.

Kapitel 1: Grundlagen der KI im Rechtswesen

Künstliche Intelligenz im Rechtswesen ist kein bloßes Zukunftsszenario mehr, sondern eine Realität, die bereits heute die Art und Weise, wie juristische Arbeit verrichtet wird, nachhaltig verändert. Die Grundlagen und das Verständnis dieser Technologien sind essentiell, um ihre Potenziale voll ausschöpfen zu können.

a) Was ist KI im Rechtswesen?

Künstliche Intelligenz im Rechtswesen bezieht sich auf den Einsatz von maschinellem Lernen, natürlicher Sprachverarbeitung und anderen KI-Technologien, um juristische Aufgaben effizienter und genauer zu bearbeiten. Dazu zählen:

  • Automatisierte Dokumentenanalyse: KI-Systeme können tausende Seiten von Rechtsdokumenten in Minuten durchsuchen, relevante Informationen extrahieren und vorstrukturieren.

 

  • Vorhersage von Prozessausgängen: Durch die Analyse von historischen Daten kann KI Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Urteile vorhersagen, was Juristen bei der Strategieentwicklung unterstützt.

 

  • Erstellung und Überprüfung von Verträgen: KI kann Standardverträge generieren und bestehende Verträge auf Risiken und Fehler überprüfen.

 

b) Rechtliche Herausforderungen und Compliance

Die Nutzung von KI im Rechtswesen wirft auch wichtige rechtliche Fragen auf, insbesondere in Bezug auf Datenschutz, Urheberrecht und Haftung:

  • Datenschutz: Die Verarbeitung personenbezogener Daten durch KI muss die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und andere relevante Datenschutzbestimmungen erfüllen. Viele KI Tools erfüllen leider nicht die Bedingungen der DSGVO.

 

  • Urheberrecht: Die durch KI generierten Inhalte, wie Vertragstexte oder Rechtsanalysen, müssen klare Regelungen hinsichtlich des Urheberrechts beachten. KI-generierte Inhalten fallen nicht(!) unter das Urheberrecht, das Training von Daten ist nicht eindeutig geklärt. Sichern Sie sich mit einem Opt-Out auf Ihrer Website ab: Damit darf Ihr Inhalt nicht für das Training von KI-Software genutzt werden.

 

  • Haftung: Bei Fehlern von KI-Systemen müssen Haftungsfragen geklärt sein, besonders wenn diese zu rechtlichen Fehlentscheidungen führen. In der Regel haften hier nicht die Betreiber der KI-Systeme. Prüfen Sie also, ob sich der Einsatz von KI lohnt und ob er in Bezug auf die Corporate Governance Policies in Ihrem Unternehmen überhaupt gestattet ist.

 

Kapitel 2: KI-Anwendungen im Rechtswesen

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Rechtswesen eröffnet neue Wege für die Effizienz und Effektivität juristischer Prozesse. In diesem Kapitel betrachten wir beispielhaft spezifische Anwendungen von KI, die bereits heute das Rechtswesen transformieren.

 

a) KI in der Vertragsgestaltung und -analyse

KI-Technologien revolutionieren die Vertragsgestaltung und -analyse im Rechtswesen, indem sie repetitive und zeitaufwendige Aufgaben automatisieren:

  • Automatische Generierung von Verträgen: KI kann basierend auf vordefinierten Parametern schnell und fehlerfrei Vertragsentwürfe erstellen.

 

  • Vertragsprüfung: KI-Systeme analysieren bestehende Verträge auf Risiken, Inkonsistenzen und Compliance mit geltenden Gesetzen und Regeln.

 

Für unseren Kunden, eine große Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, haben wir in einem KI Workshop zu Beginn Verträge mit ChatGPT prüfen lassen.

 

Dafür lässt sich der Vertrag sogar in der kostenfreien Variante ChatGPT4.o hochladen mit der Bitte zur Prüfung auf Schwachstellen:

Warnung: Prüfen Sie zunächst, ob Sie das Tool in Ihrem Unternehmen überhaupt nutzen dürfen. Alle Dokumente, die Sie hochladen, sollen anonymisiert oder pseudonymisiert werden.

 

Zu allen Paragraphen hat ChatGPT berechtigte Einwände. Am Ende gibt das KI Tool natürlich noch eine berechtigte Empfehlung aus:

Empfehlung: Es ist ratsam, diesen Vertrag von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht überprüfen und anpassen zu lassen, um alle rechtlichen Risiken zu minimieren und die Klarheit und Durchsetzbarkeit des Vertrags zu maximieren.”

 

Das ChatGPT Beispiel zeigt dennoch:

Wir können also mit KI nicht nur Verträge schnell prüfen, sondern auch potenzielle Probleme direkt erkennen, darunter beispielsweise die mit Klauseln verbundene Risiken.

 

b) KI im Steuerrecht

Im Steuerrecht ermöglicht KI eine präzisere und effizientere Handhabung von komplexen Steuerfragen:

  • Optimierung von Steuerstrategien: KI kann helfen, langfristig optimale Steuerstrategien zu entwickeln, besonders bei komplexen Vermögensverhältnissen und internationalen Steuerfragen.

 

  • Analyse von Steuerdokumenten: KI erleichtert die Überprüfung und Analyse von Steuererklärungen und anderen relevanten Dokumenten, um Diskrepanzen und Optimierungspotenziale zu identifizieren.

Im Workshop mit einer Wirtschaftsprüfung sind wir für deren Steuerrechtsabteilung zunächst mit einem einfachen Beispiel eingestiegen und haben die Möglichkeiten im Anschluss zu immer komplexer werdenden Use Cases demonstriert:

In diesem Beispiel wurde nicht der klassische ChatGPT Chat, sondern das GPT Cameo gefragt:

“Was ist die langfristig optimale Steuerstrategie bei meiner Situation. Ich werde nächstes Jahr 3 Millionen erben”

Als Output erhalten wir direkt eine Steuerstrategie für unseren Use Case.

 

Aber was sind diese GPT’s? Was macht sie aus und was unterscheidet sie von ChatGPT?

GPTs sind benutzerdefinierte Versionen von ChatGPT, die Sie für spezifische Aufgaben oder Themen maßschneidern können. Sie füttern den GPT mit Dokumenten und im Anschluss kann jeder zahlende ChatGPT Nutzer auf Ihre Anwendung zugreifen.

 

So hat beispielsweise Cameo das JuraGPT mit allen(!) deutschen Gesetzen und Rechtsprechungen trainiert und mit wenigen Klicks diesen spezifischen GPT erstellt: 

Damit sind die Antworten weit präziser als wenn Sie von einem generellen ChatGPT Chat kommen.

 

c) KI in der Rechtsprechung

Auch in der Rechtsprechung findet KI zunehmend Anwendung, um Richter und Juristen zu unterstützen:

  • Vorhersage von Urteilen: Durch die Analyse historischer Daten kann KI Muster erkennen und die Wahrscheinlichkeit bestimmter Urteile vorhersagen.

 

  • Unterstützung bei der Urteilsfindung: KI-Tools können Entwürfe für Urteile und Beschlüsse vorbereiten, indem sie relevante Gesetze und Präzedenzfälle automatisch berücksichtigen.

Stand Heute stellen einige wenige Software Provider wie IBM spezifische KI-Lösungen für Gerichte bereit.

 

d) KI in der Rechtsberatung

KI bietet neue Möglichkeiten für die Rechtsberatung, insbesondere durch personalisierte und effiziente Serviceangebote:

  • Automatisierte Rechtsberatung: KI-gestützte Plattformen können standardisierte Rechtsberatung zu häufigen Fragestellungen anbieten, was den Zugang zu rechtlicher Hilfe verbreitert.

 

  • Personalisierte Empfehlungen: Durch die Analyse von Nutzerdaten kann KI individuelle Empfehlungen und Beratungen basierend auf spezifischen rechtlichen Bedürfnissen bieten.

 

Entweder nutzen Sie dafür existierende Lösungen oder Sie greifen dafür zurück auf die Unterstützung unserer KI Agentur Startup Creator.  

  • Maßgeschneiderte KI Beratung: Nutzen Sie unser Wissen zu KI-Lösungen, um personalisierte Empfehlungen zu generieren, die genau auf die Bedürfnisse Ihrer Klienten abgestimmt sind.

  • Datengesteuerte Einsichten: Unsere KI-Lösungen, die wir für Sie maßgeschneidert entwickeln, analysieren Daten, um tiefe Einblicke in Klientenbedürfnisse zu gewinnen und die Beratungsqualität kontinuierlich zu verbessern.

 

e) KI im Wissensmanagement in der Rechtsberatung

KI-gestützte Wissensmanagementsysteme haben sich als besonders wertvoll in der Rechtsberatung erwiesen. Diese Systeme ermöglichen es Anwälten, schnell auf wichtige Informationen zuzugreifen und komplexe Datenmengen effizient zu durchsuchen. Die Vorteile dieser Systeme umfassen:

 

  • Schneller Zugriff auf Informationen: KI-gestützte Systeme ermöglichen es Juristen, innerhalb von Sekunden relevante Informationen und Dokumente zu finden.Achtung: KI Systeme können immer halluzinieren und falsche Informationen ausgeben!

  • Automatisierte Dokumentenkategorisierung: Durch die Kategorisierung und Organisation von Dokumenten sparen Anwälte wertvolle Zeit, die sie in die Beratung ihrer Klienten investieren können.

  • Aktuelle Informationen zu Gesetzen und Vorschriften: KI-Systeme halten Juristen – theoretisch und mit Vorsicht zu genießen! – über die neuesten rechtlichen Änderungen auf dem Laufenden, was die Rechtsberatung präziser und aktueller macht.

 

Bei Startup Creator unterstützen wir die Implementierung von KI-gestützten Wissensmanagementsystemen, indem wir:

  • Anpassbare Lösungen entwickeln: Wir erstellen KI-basierte Wissensmanagementsysteme, die speziell auf die Anforderungen und Arbeitsabläufe Ihrer Kanzlei oder Rechtsabteilung zugeschnitten sind.

  • Integration und KI Workshops: Unsere Experten sorgen für eine nahtlose Integration der Systeme in Ihre bestehende Infrastruktur und bieten umfassende KI Workshops an, damit Ihr Team die neuen Tools effektiv nutzen kann und generell ein Verständnis für KI erhält.

KI Vortrag

f) Zusammenarbeit mit Startup Creator

Entdecken Sie gemeinsam mit unserer KI Beratung die Vorteile der KI in der Rechtsberatung und im Wissensmanagement. Wir selbst bieten keine Rechtsberatung an, aber unsere maßgeschneiderten Lösungen und Expertise ermöglichen es Ihnen, Ihre juristische Praxis effizienter, kundenorientierter und innovativer zu gestalten. 

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch und beginnen Sie Ihre Reise in die Zukunft der Rechtsberatung mit KI.

 

Kapitel 3: KI-Tools im Rechtswesen – ChatGPT und JuraGPT in Aktion

In diesem Kapitel betrachten wir, wie spezifische KI-Tools wie ChatGPT und JuraGPT das Rechtswesen in Sachen Effizienz auf den Kopf stellen. Diese Tools ermöglichen eine präzisere und effizientere Bearbeitung juristischer Fragestellungen und bieten neue Perspektiven für Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen.

 

a) ChatGPT im Rechtswesen

ChatGPT, entwickelt von OpenAI, hat sich als vielseitiges Werkzeug etabliert, das in vielen Bereichen, einschließlich des Rechtswesens, Anwendung findet. Durch seine Fähigkeit, natürliche Sprache zu verstehen und zu generieren, kann ChatGPT komplexe juristische Informationen zugänglich machen.

  • Vertragsgestaltung und -analyse: ChatGPT kann verwendet werden, um Verträge zu entwerfen, indem es basierend auf den Eingaben der Nutzer automatisch Vertragselemente generiert. Es kann auch bestehende Verträge analysieren, wichtige Klauseln hervorheben und auf mögliche Risiken hinweisen.Beispiel: Ein Nutzer lädt einen Arbeitsvertrag in ChatGPT hoch und bittet um eine Analyse der Risikoklauseln. ChatGPT identifiziert kritische Punkte und bietet Formulierungsalternativen an, um das Risiko zu minimieren:Und der Nutzer erhält sogar im gleichen Output automatisch Empfehlungen und einen beispielhaften Verbesserungsvorschlag für die Klausel:

  • Rechtsberatung: ChatGPT kann häufig gestellte Fragen im Rechtsbereich beantworten. Es unterstützt Rechtsanwälte bei der schnellen Beantwortung von Klientenanfragen und reduziert die Zeit für Routineaufgaben.

    Beispiel: Ein Klient fragt nach den rechtlichen Schritten bei einer Scheidung. ChatGPT liefert eine strukturierte Antwort, die den Prozess, erforderliche Dokumente und relevante Gesetze umfasst:

b) JuraGPT – Spezialisiert auf Juristische Inhalte

JuraGPT ist ein spezialisiertes KI-Modell-GPT, das auf juristische Inhalte trainiert wurde. Es versteht die Nuancen des Rechtswesens besser als allgemeine Modelle und bietet präzisere Informationen und Analysen.

  • Juristische Recherche: JuraGPT kann aus einer Vielzahl von juristischen Dokumenten relevante Informationen extrahieren. Es unterstützt Anwälte, indem es schnell Gesetze, Urteile und Fachliteratur zu spezifischen Rechtsfragen findet.Beispiel: Ein Anwalt sucht nach Präzedenzfällen zum Thema „Urheberrecht bei digitalen Medien“. JuraGPT durchsucht juristische Datenbanken und liefert eine Zusammenfassung relevanter Fälle inklusive Verweisen auf Gesetzestexte und Urteile.

 

  • Unterstützung bei der Fallanalyse: JuraGPT kann helfen, die Erfolgsaussichten von Rechtsfällen einzuschätzen, indem es ähnliche Fälle analysiert und die Argumentationslinien von Gerichtsentscheidungen auswertet.
    Beispiel: Bei der Bewertung eines komplexen Betrugsfalls verwendet JuraGPT historische Daten, um die Argumente der Verteidigung und der Anklage zu analysieren und strategische Empfehlungen zu geben.

 

c) Konkrete Anwendungsbeispiele

  • Automatisierte Dokumentenprüfung: JuraGPT kann zur Überprüfung juristischer Dokumente eingesetzt werden, um Ineffizienzen und menschliche Fehler zu reduzieren. Es erkennt und korrigiert Fehler in Verträgen und anderen juristischen Dokumenten automatisch.Beispiel: Eine Anwaltskanzlei nutzt die KI, um Leasingverträge zu überprüfen. Das Tool markiert unklare Formulierungen und schlägt Standardklauseln vor, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen:Hier sieht man, dass JuraGPT neben Dokumenten auch mit Links arbeiten kann.

 

  • Klienteninteraktion: JuraGPT kann in Klientenportalen integriert werden, um häufige Anfragen automatisch zu beantworten. Dies verbessert die Klientenzufriedenheit und entlastet das juristische Personal.Beispiel: Klienten einer Kanzlei nutzen ein Online-Portal, in dem JuraGPT sofortige Antworten auf allgemeine Rechtsfragen bietet, z.B. zur Dauer und den Kosten von Rechtsverfahren.

 

  • Training und Weiterbildung: ChatGPT kann zur Schulung von Rechtsanwälten und Jurastudenten verwendet werden. Es bietet interaktive Szenarien und Fallstudien, die das Lernen unterstützen und vertiefen.
    Beispiel: Eine Rechtsschule setzt ChatGPT ein, um Studenten durch simulierte Fälle zu führen. Die Studierenden geben ihre Argumente ein, und ChatGPT bewertet diese basierend auf aktuellen Rechtsnormen und Jurisprudenz.

d) Fazit

KI-Tools wie ChatGPT und JuraGPT transformieren das Rechtswesen, indem sie juristische Prozesse automatisieren, die Effizienz steigern und innovative Lösungen für traditionelle Probleme bieten. Ihre Fähigkeit, komplexe Daten zu verarbeiten und präzise Analysen zu liefern, macht sie zu unverzichtbaren Helfern in modernen Anwaltskanzleien und Rechtsabteilungen. Während Herausforderungen wie Datenschutz und Akzeptanz bestehen bleiben, ist das Potenzial dieser KI-Tools enorm und bietet neue Wege, das Rechtswesen effektiver und kundenzentrierter zu gestalten.

 

Kapitel 4: KI im Steuerrecht

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz im Steuerrecht transformiert die Art und Weise, wie steuerliche Beratung und Planung durchgeführt werden. In diesem Kapitel beleuchten wir, wie KI genutzt wird, um komplexe steuerrechtliche Fragestellungen effizienter und effektiver zu bearbeiten.

Einführung in KI-gestützte Steuerstrategien

KI-Technologien bieten fortschrittliche Möglichkeiten zur Analyse und Optimierung von Steuerstrategien. Sie können komplexe Datenmengen verarbeiten und dabei helfen, legale Wege zur Minimierung der Steuerlast zu identifizieren:

  • Automatisierte Steuerberechnungen: KI kann dazu verwendet werden, schnell und genau die Steuerbelastungen für verschiedene Szenarien zu berechnen. Dies hilft Steuerberatern, die beste Strategie für ihre Klienten zu entwickeln.

 

In diesem Beispiel erstellt die KI zunächst die Dummy Daten, um die verschiedenen Szenarien auszutesten:

Es erstellt in 10 Sekunden Steuersätze für 10.000 Klienten.

 

Im nächsten Schritt werden unterschiedliche Szenarien für jeden Klienten ausgeführt:

Im Anschluss können dazu wiederum Diagramme erstellt werden:

  • Erkennung von steuerlichen Einsparpotenzialen: Durch die Analyse von historischen Daten und aktuellen Steuergesetzen kann KI Bereiche identifizieren, in denen Steuern gesenkt werden können, ohne dabei gegen Gesetze zu verstoßen.

 

Beispiel: Optimale Steuerstrategie bei einer Erbschaft

Ein praktisches Beispiel für die Anwendung von KI im Steuerrecht ist die Entwicklung einer optimalen Steuerstrategie für eine Erbschaft. Hier ist ein Beispiel, wie eine solche Anfrage an ChatGPT gestaltet werden könnte:

Kapitel 5: Legal-Tech-Plattformen und ihre Auswirkungen

Der Einsatz von KI im Rechtswesen erstreckt sich auch auf Legal-Tech-Plattformen, die durch ihre fortschrittlichen Technologien den juristischen Alltag revolutionieren. 

 

Vorstellung von Legal-Tech-Plattformen

Legal-Tech-Plattformen und allen voran Harvey AI nutzen KI, um juristische Prozesse zu automatisieren und zu optimieren. Diese Plattformen bieten eine Vielzahl von Funktionen, die von Dokumentenanalyse und -management bis hin zu unterstützenden Tools für Rechtsentscheidungen reichen.

Harvey – die Zukunft für große Kanzleien & Unternehmen:

Eine der fortschrittlichsten Legal-Tech-Plattformen, finanziert aus dem OpenAI Startup Fund. Harvey AI bietet nicht nur Unterstützung bei der Rechtsrecherche und -analyse, sondern kann auch Entwürfe und Dokumentationen automatisieren. Diese Plattform verwendet KI, um juristische Dokumente zu analysieren, Schlüsselinformationen herauszufiltern und Empfehlungen für juristische Entscheidungen zu geben.

 

Beiträge zur Rechtsbranche

Legal-Tech-Plattformen haben einen signifikanten Einfluss auf die Rechtsbranche:

  • Effizienzsteigerung: Durch Automatisierung von routinemäßigen und zeitaufwändigen Aufgaben wie der Dokumentenprüfung und -verwaltung ermöglichen diese Plattformen eine erhebliche Effizienzsteigerung.

 

  • Verbesserte Genauigkeit: KI-gestützte Analysetools reduzieren menschliche Fehler und verbessern die Genauigkeit bei der Dokumentenanalyse und Rechtsrecherche.

 

  • Innovative Rechtsberatung: Plattformen wie Harvey AI ermöglichen es Rechtsanwälten, innovative Beratungsansätze zu entwickeln, indem sie schnell und präzise juristische Informationen bereitstellen und Prozessstrategien optimieren.

 

Herausforderungen im deutschen Rechtswesen

Trotz der Vorteile stehen Legal-Tech-Plattformen im deutschen Rechtswesen vor einigen Herausforderungen:

  • Datenschutz und Sicherheit: Die strengen Datenschutzgesetze in Deutschland, wie die DSGVO, erfordern, dass KI-Systeme sorgfältig gestaltet werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Die Verarbeitung personenbezogener Daten muss transparent und sicher erfolgen.

 

  • Individuelle Anforderungen: Jede Rechtsordnung und jedes Rechtsgebiet hat spezifische Anforderungen. KI-Lösungen müssen flexibel genug sein, um diese individuellen Bedürfnisse zu erfüllen und gleichzeitig präzise Ergebnisse zu liefern.

 

  • Akzeptanz und Vertrauen: Die Einführung von KI in traditionelle Rechtspraktiken stößt oft auf Skepsis. Es ist wichtig, dass Legal-Tech-Plattformen ihre Zuverlässigkeit und ihren Nutzen deutlich machen, um Vertrauen aufzubauen.

 

Fazit

Legal-Tech-Plattformen wie Harvey AI sind wegweisend für die Zukunft des Rechtswesens. Sie bieten nicht nur innovative Lösungen zur Effizienzsteigerung und Risikominimierung, sondern stellen auch das juristische Fachwissen auf eine neue, interaktive Ebene. Die Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und die Erfüllung individueller Rechtsanforderungen, sind groß, doch der Weg für eine moderne, KI-gestützte Rechtspraxis ist deutlich vorgezeichnet.

 

Kapitel 6: KI & Urheberrecht – Navigieren im rechtlichen Graubereich

Das Urheberrecht in der Ära der Künstlichen Intelligenz (KI) wirft komplexe Fragen und Herausforderungen auf. Die Verwendung von KI, insbesondere in der Generierung von Inhalten, erfordert ein tiefgehendes Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen. In diesem Kapitel beleuchten wir, wie das Urheberrecht auf KI-generierte Inhalte angewendet wird und welche Besonderheiten dabei zu beachten sind.

a) Urheberrechte an KI-generierten Inhalten

Die Frage, ob KI-generierte Inhalte urheberrechtlich schützbar sind, ist in der juristischen Welt noch weitgehend ungeklärt. Nach aktuellem deutschen und europäischem Recht können Inhalte, die vollständig von einer KI, wie z.B. ChatGPT, erstellt wurden, keine Urheberrechte beanspruchen. Dies liegt daran, dass sie nicht das Ergebnis einer persönlichen geistigen Schöpfung sind, die das Urheberrecht voraussetzt.

 

  • Persönliche geistige Schöpfung: KI-generierte Texte, Bilder oder Videos gelten nicht als Werke im Sinne des Urheberrechts, da sie nicht von einem Menschen stammen. Dies bedeutet, dass solche Inhalte im Prinzip frei verwendbar sind, ohne dass Urheberrechtsverletzungen entstehen.

  • Schutzmechanismen und rechtliche Grauzonen: Trotz fehlender Urheberrechte suchen Urheber und Verwerter von KI-Inhalten nach Wegen, ihre digitalen Erzeugnisse zu schützen. Technische Schutzmaßnahmen und das Vermischen von KI-Erzeugnissen mit menschlich geschaffenen Inhalten sind zwei bisher nicht unversuchte Ansätze, um zumindest einen gewissen Schutz zu erzielen.

 

b) Urheberrechtliche Aspekte beim Training von KI-Modellen

Ein weiteres wichtiges Thema ist das Training von KI-Modellen, für das häufig urheberrechtlich geschützte Inhalte verwendet werden. Die rechtlichen Implikationen dieser Praxis sind noch nicht vollständig geklärt, besonders wenn es um die Frage geht, ob das Einlesen und Verarbeiten dieser Inhalte eine Urheberrechtsverletzung darstellt.

 

  • Text- und Data-Mining: In Deutschland und Europa ist das Text- und Data-Mining von urheberrechtlich geschützten Werken unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Die Regelung des § 44a UrhG erlaubt die Nutzung für wissenschaftliche Zwecke, solange das Werk rechtmäßig zugänglich gemacht wurde.

  • Rechtliche Herausforderungen und Klagen: Die Nutzung von umfangreichen Datenbanken für das Training von KI ohne angemessene Lizenzierung kann zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen, wie der Fall der New York Times gegen Microsoft und OpenAI zeigt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Urheberrechte Dritter zu respektieren und entsprechende Lizenzen zu erwerben.

c) Geltung für künstlich erzeugte Fotos und Videos

Die rechtliche Situation rund um künstlich erzeugte Fotos und Videos, wie die von Midjourney generierten Bilder, ist ähnlich komplex. Ohne menschliche Urheberschaft fehlen diesen Werken die klassischen Schutzrechte.

Verwendung und Schutz: Da KI-generierte Bilder und Videos nicht unter das Urheberrecht fallen, sind sie frei nutzbar. 

 

d) Praktische Auswirkungen und zukünftige Entwicklungen

Die Diskussion um KI und Urheberrecht zeigt, wie technologische Entwicklungen bestehende rechtliche Rahmenbedingungen herausfordern. Für Anwälte, Kreative und Technologieunternehmen ist es wichtig, die Entwicklungen in diesem Bereich genau zu verfolgen und sich entsprechend anzupassen.

  • Anpassung von Gesetzen: Es ist wahrscheinlich, dass die Gesetzgebung in den kommenden Jahren angepasst wird, um mit den Herausforderungen der KI besser umgehen zu können. Dies könnte neue Definitionen und Schutzmechanismen für KI-generierte Inhalte einführen.

 

  • Strategien für Urheber und Nutzer: Bis dahin ist es ratsam, sowohl für Urheber als auch für Nutzer von KI-generierten Inhalten, strategisch vorzugehen. Dies umfasst das Erwägen von Lizenzen – falls überhaupt möglich -, die Nutzung von technischen Schutzmaßnahmen und das Verständnis der rechtlichen Risiken und Möglichkeiten.

 

e) Fazit

KI verändert das Urheberrecht in grundlegender Weise. Während KI-generierte Inhalte derzeit größtenteils nicht unter das Urheberrecht fallen, eröffnen sich neue Diskussionen und Herausforderungen, die eine Anpassung von Rechtsnormen und Geschäftsmodellen erfordern. Die rechtliche Landschaft im Umgang mit KI wird sich weiterentwickeln, und es bleibt abzuwarten, wie Gesetzgeber weltweit auf diese Entwicklungen reagieren werden.

 

Im nächsten Kapitel werden wir uns den ethischen Aspekten der KI im Rechtswesen zuwenden und untersuchen, wie KI die Prinzipien der Fairness, Transparenz und Verantwortlichkeit im juristischen Kontext beeinflusst.

 

Kapitel 7: Ethische Aspekte der KI im Rechtswesen

In der Welt des Rechtswesens bringt die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur technologische und rechtliche, sondern auch tiefgreifende ethische Fragestellungen mit sich. Wie können wir sicherstellen, dass der Einsatz von KI im Rechtswesen fair, transparent und verantwortlich erfolgt? Dieses Kapitel beleuchtet die ethischen Aspekte der KI-Nutzung und bietet Orientierungshilfen für einen ethisch vertretbaren Einsatz von KI in juristischen Prozessen.

 

a) Fairness und Gleichbehandlung durch KI

Eines der Hauptanliegen bei der Nutzung von KI im Rechtswesen ist die Gewährleistung von Fairness und Gleichbehandlung. KI-Systeme, die auf Basis von historischen Daten trainiert werden, können unbeabsichtigt bestehende Vorurteile verstärken.

  • Bias und Diskriminierung: KI-Modelle können, wenn sie mit voreingenommenen Daten trainiert werden, diese Vorurteile in ihren Entscheidungen widerspiegeln. Es ist entscheidend, Trainingsdaten sorgfältig zu prüfen und Mechanismen zur Erkennung und Korrektur von Verzerrungen zu implementieren.In vielen Fällen ist die KI aufgrund der Datenlage verzerrt. Wenn Sie Midjourney nach einem Apfel fragen, ist dieser immer rot:Dafür kann die KI allerdings wenig dafür, denn sie wird trainiert von Daten aus dem Netz und dort ist ein Apfel eben vorherrschend rot:

  • Transparente Algorithmen: Um Fairness zu fördern, müssen die Algorithmen und Entscheidungsprozesse von KI-Systemen transparent gemacht werden. Juristische Fachkräfte sollten in der Lage sein, zu verstehen und zu überprüfen, wie und warum eine KI zu ihren Schlüssen kommt.

 

b) Transparenz und Verständlichkeit

Transparenz ist eng mit der Frage der Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen verbunden. Im Rechtswesen, wo die Gründe für bestimmte Entscheidungen von zentraler Bedeutung sind, muss KI diese Anforderungen erfüllen.

  • Erklärbarkeit von KI-Entscheidungen: Anwender müssen in der Lage sein, KI-gestützte Entscheidungen nachzuvollziehen. Dies erfordert, dass KI-Systeme nicht nur als “Black Box” funktionieren, sondern ihre Prozesse und Logik offenlegen.

 

  • Schulung und Weiterbildung: Juristische Fachkräfte sollten in die Lage versetzt werden, die Funktionsweise und die Grenzen von KI zu verstehen. Regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen sind notwendig, um die Kompetenz im Umgang mit KI zu fördern. Wir unterstützen Sie gerne mit unseren spezialisierten KI Workshops.

c) Verantwortung und Haftung

Die Frage der Verantwortung und Haftung bei Fehlern oder Problemen, die durch KI-Systeme verursacht werden, ist besonders brisant. Wer ist verantwortlich, wenn eine KI-gestützte Entscheidung zu einem fehlerhaften Urteil führt?

  • Zurechenbarkeit von Fehlern: Die Festlegung, wer für Fehler von KI-Systemen verantwortlich ist, erfordert klare rechtliche Rahmenbedingungen. Dies schließt die Hersteller der KI, die sie anwendenden Juristen und die verwendenden Institutionen ein.Stand heute können Sie sich nicht darauf verlassen, dass OpenAI & Co. die Haftung übernehmen werden.

 

  • Risikomanagement: Um potenzielle Schäden durch den Einsatz von KI zu minimieren, müssen umfassende Risikomanagementstrategien entwickelt werden. Dazu gehört auch die Etablierung von Notfallplänen für den Fall, dass KI-Systeme unvorhergesehene Ergebnisse liefern.

 

d) Ethische Richtlinien und Governance

Um die ethischen Herausforderungen zu meistern, sind umfassende Richtlinien und eine klare Governance-Struktur erforderlich. Diese sollten sowohl die ethischen Grundprinzipien festlegen als auch praktische Anweisungen für den Einsatz von KI im Rechtswesen bieten.

  • Entwicklung ethischer Richtlinien: Organisationen und Behörden sollten eigene ethische Richtlinien für den Einsatz von KI im Rechtswesen entwickeln. Diese Richtlinien sollten Aspekte wie Fairness, Transparenz, Verantwortung und den Schutz der Privatsphäre umfassen.

  • Einrichtung von Ethikkomitees: Die Einrichtung von Ethikkomitees, die über den Einsatz von KI wachen und beraten, kann dazu beitragen, ethische Standards zu wahren und zu fördern. Diese Gremien sollten interdisziplinär besetzt sein und regelmäßig ihre Empfehlungen und Bewertungen abgeben.

 

e) Fazit

Die ethischen Aspekte der KI-Nutzung im Rechtswesen sind vielschichtig und erfordern eine sorgfältige Abwägung und Planung. Die Einführung von KI in juristische Prozesse bietet immense Möglichkeiten, birgt jedoch auch Risiken, die durch ethische Überlegungen und klare Richtlinien gemindert werden müssen. Die Entwicklung einer ethischen Rahmenordnung und die kontinuierliche Auseinandersetzung mit diesen Themen sind entscheidend, um die positiven Potenziale der KI voll auszuschöpfen und gleichzeitig ihre Herausforderungen zu meistern.

 

Kapitel 8: KI & Persönlichkeitsrechte: Die Deep Fake Gefahr

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) in das Rechtswesen stellt nicht nur eine technologische, sondern auch eine tiefgreifende ethische Herausforderung dar, insbesondere im Hinblick auf Persönlichkeitsrechte. Eines der brisantesten Probleme sind DeepFakes – synthetisch erzeugte Medieninhalte, die Personen in Situationen zeigen, die nie stattgefunden haben.

 

a) Fake-News und Deep Fakes: Die Bedrohung der Wahrheit

DeepFakes nutzen KI, insbesondere Techniken des maschinellen Lernens wie Generative Adversarial Networks (GANs), um täuschend echte Video- und Audioaufnahmen von Personen zu erstellen. Diese Technologie hat das Potenzial, das Vertrauen in veröffentlichte Medieninhalte grundlegend zu erschüttern.

  • Verbreitung von Unwahrheiten: KI erleichtert die Erstellung und Verbreitung von Fake-News und DeepFakes, was zu einer massiven Desinformationswelle führen kann. Diese gefälschten Inhalte können schnell viral gehen und haben das Potenzial, politische Debatten zu beeinflussen und das öffentliche Vertrauen zu untergraben.

  • Verletzung des Persönlichkeitsrechts: DeepFakes können Menschen in kompromittierenden oder unwahren Szenarien zeigen, was eine klare Verletzung des Persönlichkeitsrechts darstellt. Die Identifizierung und Rückverfolgung dieser Inhalte ist aufgrund ihrer massenhaften Verbreitung extrem schwierig.

 

In Hong Kong fiel im Januar 2024 ein Angestellter auf einen Deepfake Videocall rein und hat 23 Millionen Euro an Kriminelle überwiesen.

Aufklärung zu Deep Fakes ist besonders im Rechtswesen wichtig, da sie mittlerweile jedes Kind erstellen kann.

Hier sehen Sie unseren Geschäftsführer Florian Hübner als KI Keynote Speaker live in Aktion: 

 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

 

Auf der führenden Cyber Security Konferenz mysecurity zeigt er Führungskräften aus der Securitybranche in Echtzeit auf, wie sie ihren eigenen KI Avatar erstellen können – und wie sie sich dagegen schützen können.

 

b) Herausforderungen bei der Unterscheidung von Wahrheit und Fälschung

Die Fähigkeit, zwischen echten und gefälschten Inhalten zu unterscheiden, wird immer schwieriger, da DeepFakes immer überzeugender werden. Dies stellt ein ernsthaftes Problem für das Rechtswesen dar, insbesondere in Bezug auf die Beweisführung in Gerichtsverfahren.

  • Beweislast und Gerichtsverfahren: Die zunehmende Schwierigkeit, echte von gefälschten Inhalten zu unterscheiden, könnte die Beweislast in Gerichtsverfahren beeinflussen. Richter und Jurys könnten vor der Herausforderung stehen, die Authentizität von Beweismitteln zu bewerten.

 

  • Technologische Gegenmaßnahmen: Um der DeepFake-Problematik entgegenzuwirken, werden Technologien entwickelt, die Echtheit zertifizieren oder Fälschungen erkennen sollen. Diese Werkzeuge, wie beispielsweise der FakeCatcher von Intel, sind jedoch oft im Wettlauf mit den Fortschritten der DeepFake-Technologie.

c) Regulierungsansätze und rechtliche Rahmenbedingungen

Um den Missbrauch von KI in Form von DeepFakes zu bekämpfen, sind klare rechtliche Rahmenbedingungen und Regulierungen erforderlich. Die Europäische Union und andere Gesetzgeber arbeiten an Richtlinien, die den sicheren und ethischen Einsatz von KI sicherstellen sollen.

  • KI-Gesetzgebung: Die Europäische Union hat kürzlich erst den AI Act beschlossen, ein KI-Gesetz, das grundlegende Anforderungen für KI-Systeme festlegt, um Sicherheit und die Wahrung von Grundrechten zu garantieren. Dieses Gesetz soll auch Regelungen enthalten, die speziell auf DeepFakes und andere manipulative KI-Technologien abzielen.

 

  • Schutzmechanismen und Governance: Neben gesetzlichen Regelungen sind auch organisatorische Schutzmechanismen erforderlich. Unternehmen und Institutionen sollten Governance-Strukturen etablieren, die den Umgang mit KI und Persönlichkeitsrechten regeln, einschließlich der Verwendung von DeepFake-Detektionstools.

 

d) Fazit

Die Integration von KI in das Rechtswesen bringt nicht nur Vorteile, sondern auch erhebliche Risiken, insbesondere im Bereich der Persönlichkeitsrechte. DeepFakes sind ein prominentes Beispiel für die potenziellen Gefahren. Es bedarf einer Kombination aus technologischen Lösungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und ethischen Richtlinien, um diese Risiken zu mindern und das Vertrauen in digitale Medien und das Rechtswesen zu stärken.

 

Die Bekämpfung von DeepFakes und anderen Formen des KI-Missbrauchs erfordert den Einsatz fortschrittlicher Technologien und Tools. In diesem Kapitel werden einige der wichtigsten Instrumente vorgestellt, die genutzt werden können, um die Authentizität von Medieninhalten zu überprüfen und die Integrität des Rechtswesens zu schützen.

Erkennung und Abwehr von DeepFakes

Die Entwicklung von DeepFake-Erkennungstechnologien ist ein aktives Forschungsfeld, das darauf abzielt, gefälschte Inhalte zu identifizieren, bevor sie Schaden anrichten können.

DeepFake-Erkennungstools: Verschiedene KI-basierte Tools wie DeepFaceLab oder FaceForensics++ können verwendet werden, um DeepFakes zu erkennen. Diese Tools analysieren Videos und Bilder auf Anzeichen von Manipulationen, wie unnatürliche Bewegungen der Gesichtszüge oder inkonsistente Beleuchtung.

 

Abschluss: Ihre KI-Beratung für den erfolgreichen Einsatz von KI im Rechtswesen

Bei Startup Creator verstehen wir die Herausforderungen und Möglichkeiten, die Künstliche Intellizienz für das Rechtswesen bietet. Als führende KI-Beratung bieten wir Ihnen nicht nur technologische Expertise, sondern begleiten Sie auch strategisch und praktisch bei der Implementierung von KI-Lösungen in Ihrer juristischen Praxis.

a) Umfassende KI-Beratung und maßgeschneiderte Lösungen

Unser Ziel ist es, Ihr Unternehmen mit maßgeschneiderten KI-Lösungen zu stärken, die Ihre Arbeitsprozesse effizienter machen und die Qualität Ihrer juristischen Arbeit verbessern. Wir bieten:

Expertise und maßgeschneiderte KI-Lösungen: Unser Team aus KI-Experten und Data Scientists entwickelt Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse und Herausforderungen im Rechtswesen zugeschnitten sind. Von der Analyse und Prozessautomatisierung bis hin zur Entwicklung von KI Wissensmanagement Lösungen, die echten Mehrwert schaffen.

Viele Kanzleien setzen jetzt vermehrt auch KI Chatbots im Kundenservice ein. Auch hier unterstützen wir Sie gerne.

 

Stellen Sie sich vor: KI-getriebene Chatbots können Ihren Mandanten bei Anliegen 24/7 weiterhelfen und sie bei komplexen Fragestellungen entsprechend weiterleiten. 

 

KI für Kanzleien, KI für Rechtsanwälte, KI für Juristen generell ist keine Zukunftsmusik mehr!

 

b) KI-Workshops und Schulungen

Wir statten Ihr Team mit dem notwendigen Wissen und den Fähigkeiten aus, um KI-Technologien effektiv einzusetzen. Unsere Workshops sind praxisorientiert und darauf ausgelegt, dass Ihre Mitarbeiter KI-Tools verstehen und anwenden können, um digitale Prozesse zu verbessern und die Risiken von KI-Missbrauch zu minimieren.

 

Unser Alleinstellungsmerkmal: Unser Geschäftsführer Florian Hübner nimmt das Publikum an die Hand und überrascht mit faszinierenden Anwendungsfällen auf Knopfdruck, die die Künstliche Intelligenz für Juristen jetzt schon ermöglicht. 

KI Begeisterung? Garantiert! Und immer mit einer gehörigen Prise Humor!

KI Vortrag

Besonders spannend: unsere ChatGPT Workshops für Juristen! Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

 

c) Begleitung von der Planung bis zur Implementierung

  • Strategische Planung und Roadmap-Entwicklung: Unsere KI Berater beginnen mit einer umfassenden Analyse Ihrer aktuellen Prozesse und identifizieren Einsatzmöglichkeiten für KI. Anschließend entwickeln wir eine strategische Roadmap, die schrittweise Implementierung und die notwendigen Anpassungen umfasst.

 

  • Implementierung und technische Integration: Unsere Experten unterstützen Sie bei der Implementierung der KI-Lösungen, angefangen bei der Pilotphase über den vollständigen Rollout bis hin zur nahtlosen Integration in Ihre bestehenden Systeme. Wir sorgen dafür, dass die KI-Lösungen effektiv mit den Arbeitsabläufen und IT-Infrastrukturen ihrer Kanzlei zusammenarbeiten.

 

  • Monitoring, Support und Optimierung: Nach der Implementierung stehen wir Ihnen mit Monitoring und Support zur Seite. Wir helfen Ihnen, die Leistung der KI-Systeme zu überwachen, Feedback zu sammeln und die Systeme kontinuierlich zu verbessern, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

 

d) Langfristige Partnerschaft und innovative Weiterentwicklung

  • Zukunftsfähige Entwicklung: Die KI-Landschaft entwickelt sich rasant weiter. Als KI-Beratungspartner für Juristen und Rechtsanwälte halten wir Sie über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden und sorgen dafür, dass Ihre Lösungen zukunftsfähig bleiben.

 

  • Langfristige Partnerschaft: Wir sehen uns als Ihren strategischen Partner, der Sie nicht nur bei der Einführung von KI in Kanzleien unterstützt, sondern auch langfristig an Ihrer Seite steht, um den Erfolg Ihrer KI-Initiativen zu sichern.

 

e) Einladung zur Zusammenarbeit

Sind Sie bereit, die Möglichkeiten von KI im Rechtswesen voll auszuschöpfen und Ihre juristische Praxis auf das nächste Level zu heben? Kontaktieren Sie uns bei Startup Creator für eine umfassende Beratung und maßgeschneiderte KI-Lösungen, die Ihre Arbeit im Rechtswesen revolutionieren werden.

zurück zu allen Beiträgen
Florian Hübner
CEO

Kontakt

Jetzt persönlich beraten lassen!

Nach diesem Call haben Sie...

  • eine Vorstellung über Umfang und Kosten Ihres Projekt.
  • einen Plan, welche nächsten Schritte Sie einleiten sollten.
  • eine unvoreingenommene Einschätzung Ihrer Idee.

*“ zeigt erforderliche Felder an