Startup Finanzierung – so wird Ihr Startup ein Erfolg!

In Deutschland sprießen die Startups nur so aus dem Boden. Allein im Jahr 2020 wurden in Deutschland, trotz der globalen Pandemie, knapp 3.000 Startups neu gegründet und in das Handelsregister eingetragen. Genau wie Sie, standen all diese Startups vor einer sehr entscheidenden Frage: Wie soll das Startup finanziert werden?

02.07.2021

Die Antwort darauf scheint einfach zu sein: ein Investor muss her! Immerhin soll das innovative Konzept so schnell wie möglich zu einem erfolgreichen Startup werden und langfristig zu einem etablierten Unternehmen – dafür ist eine üppige Startup Finanzierung notwendig, oder? Nicht unbedingt. Tatsächlich entscheiden sich viele Gründer gegen eine Finanzierung durch einen Investor und wählen den entgegengesetzten Weg – das Bootstrapping. 

Diese Entscheidung für eine passende Startup Finanzierung hängt jedoch von vielen Einflussfaktoren ab. Sind Sie wirklich auf das Geld eines Investors angewiesen? Wollen Sie Kontrolle über das Startup abgeben? Brauchen Sie zusätzliches Know How und Branchenexpertise von einem Investor?

In diesem Blog erfahren Sie, wo der Unterschied zwischen den einzelnen Startup Finanzierungsstrategien liegt und für welche Möglichkeit Sie sich in Ihrer Situation entscheiden sollten!

Was ist Bootstrapping?

“A bootstrapper isn’t a particular demographic or even a certain financial situation. Instead, it’s a state of mind.”

– Seth Godin –

Die Herleitung des Begriffs erklärt wohl am besten, worum es sich bei dem “Bootstrapping” eigentlich geht. Er leitet sich aus dem amerikanischen Begriff Bootstrap (zu deutsch “Schnürsenkel”) ab und steht für eine geschäftliche Vorgehensweise, bei der man sich mit dem was man hat arrangiert um dann systematisch und gut vorbereitet mit der Arbeit loszulegen. Kurz gesagt: man bereitet sich auf einen harten und steinigen Weg vor!

Warum der Weg hart wird? Ganz einfach: bei diesem Ansatz gibt es keinen Investor! Das bedeutet, dass Sie, als Gründer, alle Kosten zunächst aus eigener Tasche zahlen müssen. Allein bspw. das Stammkapital einer GmbH nimmt 25.000€ in Anspruch. Mitarbeiter sind anfangs häufig zu teuer, so müssen also die Gründer alle Aufgaben übernehmen und können nicht auf eine klassische nine to five 40 Stunden Woche hoffen. Wie Ihnen sicherlich bewusst ist, kann arbeiten mit einem begrenzten Budget nicht ewig funktionieren. Daher muss der Fokus der Gründer darauf liegen, die Kosten möglichst gering zu halten um den Gewinn maximieren zu können.

Um dies bewerkstelligen zu können ist ein möglichst früher Markteintritt erforderlich. Früher Markteintritt bedeutet auch, dass den Gründern nicht die Zeit bleibt in der Entwicklung auf das finale Produkt zu warten. Es muss sich auf das Kernprodukt, also das MVP (Minimum-Viable-Product) konzentriert werden. Welches Problem lösen Sie für den Kunden? Welche Features muss mein Produkt zwingend haben, um dieses Problem für den Kunden lösen zu können? Dies bringt den Vorteil mit sich, dass Sie Ihr Produkt am Markt frühzeitig testen können, ein umfassendes Nutzerfeedback erhalten und somit genau wissen, welche Zusatzfunktionen notwendig sind um die Nachfrage entsprechend zu befriedigen.

Bootstrapping klingt zunächst wie eine Herkulesaufgabe, aber Unternehmen wie DELL und GoPro zeigen, wie erfolgreich man damit sein kann!

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Das Bootstrapping ist ein anstrengendes und schwieriges Unterfangen. Wir, von Startup Creator, haben uns über 6 Jahre hinweg von einem kleinen Startup zu einer etablierten App Agentur gebootstrapped. Wir wissen also aus eigener Erfahrung genau, worauf geachtet werden muss und werden Sie, beim bootstrappen Ihres Startups, unterstützen als wäre es unser eigenes!

Startup Finanzierung: nicht jede ist für jeden geeignet!

Das Involvieren von Investoren in der Unternehmensgründung ist altbewährt und für die Schließung von Finanzierungslücken oftmals essentiell. Im Gegensatz zu Kreditgebern, die Anfragen von Startups meistens aufgrund von zu hoher Risiken ablehnen, sieht bei Investoren die Sache schon ganz anders aus. Für viele Investoren ist ein hohes Risiko sogar wünschenswert, denn wie jeder weiß: Ein hohes Risiko geht mit einer hohen Rendite einher – vorausgesetzt natürlich, die Idee funktioniert wie geplant!

Die wohl gängigsten Möglichkeiten einer Startup Finanzierung sind folgende:

Business Angels

Bei Business Angels handelt es sich meist um Privatpersonen, die bereits überragende Erfolge in der Wirtschaft erzielen konnten. Dazu zählen bspw. ehemalige CEOs und Gründer von erfolgreichen Unternehmen. Ein Business Angel hat meist einen bestimmten Fachbereich oder eine bestimmte Branche, auf die er sich konzentriert, da er Sie hier neben monetären Mitteln auch mit umfassenden Know-How und Branchenexpertise unterstützen kann. Die Investition, i.d.R. Summen von bis zu 100.000€, gehen in das Eigenkapital des Startups über. Der Business Angel erhält also Geschäftsanteile, meist 10-20%, und wird somit ebenfalls zum Gesellschafter mit allen dazugehörigen Rechten und Pflichten. Für Sie bedeutet das:

  • Der Investor ist Gesellschafter des Startups und hat gewisse Mitspracherechte. Sorgen Sie sich aber zunächst nicht, dass Sie die Kontrolle über Ihr Startup abgeben müssen! Der Business Angel entscheidet sich ganz bewusst dafür, dass Sie als Gründer immer noch die prozentuale Mehrheit an dem Unternehmen halten! Immerhin investiert der Business Angel sein Geld nicht in eine Idee, sondern primär in die Personen, die dahinter stecken – also in Sie! 
  • Sicherlich haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn Sie mit dem Geld einer “fremden” Person arbeiten, das Startup aber fehlschlägt. Der erste Gedanke ist meistens, dass man in dieser Situation das Geld zurückzahlen müsste. Dies würde in den meisten Fällen zu dem wirtschaftlichen Ruin des Gründers führen. Zum Glück ist dem nicht so: Das Geld des Investors geht in das Eigenkapital des Startups über, wodurch der Rückforderungsanspruch des Investors erlischt. Achten Sie jedoch sicherheitshalber genau auf die vertragliche Ausgestaltung der Investition – so sind Sie garantiert auf der sicheren Seite!

Venture Capital

Venture Capital Gesellschaften sind Unternehmen, die meist in kleine Startups investieren, die jedoch ein sehr hohes Maß an Innovation und Potenzial mit sich bringen. Diese Form der Startup Finanzierung funktioniert vollkommen anders, als bspw. ein Kredit einer Bank. Der Venture Capitalist ist auf eine bestimmte Branche fokussiert, in der er sehr viel Erfahrung und Know-How hat. Dieses Wissen stellt er dem Startup, zusätzlich zu seinem Geld zur Verfügung, um die Erfolgschance des Unternehmens zu erhöhen. Die Investition (meist bis zu mehreren Millionen Euro) landen in dem Eigenkapital des Startups. Das bedeutet für Sie:

  • Da die Investition im Eigenkapital landet, wird der Venture Capitalist ein Gesellschafter des Unternehmens – genau wie Sie einer sind! Genau wie ein Business Angel, erhält der VC alle Rechte und Pflichten die dem einhergehen. Beachten Sie jedoch: Typischerweise erhalten Venture Capitalists i.d.R. etwa 30% der Firmenanteile. Und auch wenn ein Venture Capitalist das nicht möchte, könnte er Sie als CEO entlassen oder zumindest das Unternehmen in eine andere Richtung lenken, wenn er mit Ihren Entscheidungen nicht einverstanden ist.
  • Genau wie bei dem Business Angel, stellt die Investition kein Fremdkapital dar, sondern Eigenkapital, weshalb es auch hier keinen pauschalen Rückforderungsanspruch gibt. Der Investor setzt darauf, dass das Startup erfolgreich wird und er somit durch seine prozentuale Beteiligung an dem Unternehmen Gewinne erzielen kann. Geht das Vorhaben jedoch schief, muss dem Investor nichts zurück gezahlt werden, da er, wie bereits erwähnt, durch die Investition in das Eigenkapital keinen Rückforderungsanspruch auf das Geld hat.

Der Fokus von Venture Capital Gesellschaften auf neuartigen und innovativen Geschäftsideen, mit großem Potenzial und vorwiegend aus dem technischen Sektor. Dabei steigen sie meist etwas später in Ihr Startup ein, als ein Business Angel; in der Regel zu einem Zeitpunkt, an dem Sie bereits Kunden gewonnen haben und Umsätze erzielen konnten.

Crowdfunding / Crowdinvesting

Durch Plattformen wie  Indiegogo und Kickstarter hat das Crowdfunding / Crowdinvesting einen regelrechten Hype erlebt, der bis heute anhält. Die Idee hinter diesen Investmentformen ist denkbar einfach: es geht nicht darum, von einem Kapitalgeber eine riesige Summe Geld zu erhalten. Vielmehr schließen sich viele Personen zusammen, investieren einen kleinen Betrag und können so gemeinsam etwas großes entstehen lassen – oder dem Startup jedenfalls einen ersten Schubs in die richtige Richtung geben.


Wichtig ist jedoch, das Crowdfunding klar von dem Crowdinvesting abzugrenzen. Zwar ist das Grundprinzip das gleiche: viele Personen investieren einen kleinen Betrag und erhalten dafür eine Gegenleistung. Genau in dieser Gegenleistung liegt jedoch der Unterschied: Beim Crowdfunding erhält der Kapitalgeber eine materielle oder immaterielle Gegenleistung. Ein Beispiel dafür könnte ein fertiges Produkt des Startups sein, in das man investiert hat. Beim Crowdinvesting wird der Kapitalgeber hingegen finanziell am Gewinn des Unternehmens beteiligt.

Diese Investmentform spielt vor allem bei kleineren Projekten oder bei Startups, die noch ganz am Anfang der Reise stehen, eine wichtige Rolle. Es hilft dabei, die ersten anfallenden Kosten zu überbrücken und einen ersten Schritt in den Markt zu tätigen.

Jedoch sind diese Plattformen mit Vorsicht zu genießen. Sie sind gezwungen, Ihre Idee der Öffentlichkeit Preis zu geben. Das bedeutet, jede Person kann Ihre Idee sehen, wodurch Sie ein gewisses Risiko eingehen, dass Ihr Konzept gestohlen wird.

Wofür sollten Sie sich konkret entscheiden?
Eine pauschale Antwort auf diese Frage, kann Ihnen niemand geben, solange er nicht Ihr Konzept kennt. Dennoch versuchen wir Ihnen, anhand eines Beispiels, zu erklären wie Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung vorgehen sollten.

Nehmen wir folgendes an:

Sie sind fasziniert von der Baubranche, sind schon lange in diesem Bereich tätig und haben nun eine Nische entdeckt, die sich hervorragend für eine eigene App eignet. Ihr Plan ist es, sich im B2B-Bereich auf Bauunternehmer zu fokussieren und die günstige Vermietung von entsprechenden Baufahrzeugen und Werkzeugen anzubieten.

Sollten Sie in dieser Situation nach einem Investor suchen? Das könnten Sie, müssen Sie aber nicht. Das hat folgenden Grund: Sie wollen sich in einer Nische ansiedeln, in der es nur wenig bis gar keinen Wettbewerb gibt. Ihre App Idee ist recht simpel und kann durch eine verhältnismäßig geringe Investition, die Sie selbst stemmen können, bereits umgesetzt werden. Auch Marketingausgaben halten sich in Grenzen – Ihre Zielgruppe ist klein, weshalb Sie diese mit ein wenig Zeitaufwand im Direktvertrieb optimal erreichen und abholen können. Zwar ist in diesem Bereich keine enorme Skalierung möglich, wie es bspw. bei Facebook der Fall war, jedoch weist die Zielgruppe ein üppiges Kapital auf, das es Ihnen ermöglicht sehr schnell dem Break-Even-Point zu erreichen. Und sobald Sie diesen Punkt einmal erreicht haben, können Sie Ihren Fokus auf Wachstum legen: Neue Features hinzufügen, Mitarbeiter einstellen, Marketing perfektionieren.

Wollen Sie hingegen eine Social Media App auf den Markt bringen, kommen Sie nicht an einem Investment vorbei. Der Markt ist bereits durch die Big-Player Facebook, Twitter, TikTok und co. besetzt, die bereits entsprechende Markteintrittsbarrieren aufgebaut haben. Nutzer sind an schönes Design, hervorragende Qualität und reibungslose Abläufe gewöhnt. Ihre App muss also nicht nur ein innovatives Konzept vorweisen, sondern auch den Ansprüchen der Nutzer gerecht werden. Eine solche App entwickeln zu lassen und sie entsprechend zu vermarkten ist enorm teuer, wodurch Bootstrapping hier nicht zur Debatte steht.

Auf welche Startup Finanzierung Sie zurückgreifen, hängt von Ihnen und Ihrem Konzept ab. Eine grobe Orientierung bietet Ihnen jedoch immer die Höhe des benötigten Investments. Reichen Ihnen bspw. bereits 50.000€, wird ein Venture Capitalist kein Interesse zeigen, weshalb Sie lieber auf einen Business Angel zurückgreifen sollten. Benötigen Sie jedoch einen Betrag im Millionen Bereich, werden Ihnen sowohl ein Business Angel als auch das Crowdfunding / -investing nicht weiterhelfen. In diesem Fall sollten Sie also Kontakt zu Venture Capitalists aufnehmen!

In jedem Fall ist es wichtig bei den Grundlagen anzufangen: dem Konzept! Wir von Startup Creator, können über 6 Jahre Erfahrung und über 80 erfolgreich umgesetzte Projekte vorweisen und wissen daher genau, wie bei Ihrer Idee die richtige Vorgehensweise wäre und welche Form der Startup Finanzierung passend ist!

App Konzept erstellen – die Grundlage für erfolgreiche Apps!
Die Konzeption der eigenen App ist die wohl wichtigste Phase im Prozess der App Entwicklung. Sowohl für Sie selbst, für Investoren und Partner als auch für künftige Kunden ist ein fundiertes Konzept ein absolutes Muss - damit steht und fällt der Erfolg Ihrer Idee.
Website vs Web App – Was eignet sich für Ihre Idee?
Die weltweit erste Website entstand bereits 1990 und galt für die damalige Zeit als fortschrittlich. Heutzutage, knapp 30 Jahre später, sieht das ganze völlig anders aus. Ein Unternehmen, das nicht wenigstens eine eigene Website vorweisen kann, gilt als veraltet und wird langfristig, im Zuge der Digitalisierung, wohl kaum eine Chance haben, auf dem Markt zu überstehen. Die Frage die sich nun stellt: Website vs. Web App: welche Variante eignet sich für Sie?
Wie Sie die richtige App Agentur finden – so geht’s:
Tag und Nacht schwebt Ihnen diese eine, ganze bestimmte Idee im Kopf herum - die Idee von einer eigenen App. Kein schlechter Gedanke wenn man bedenkt, dass allein im Jahr 2020 weltweit knapp 150 Milliarden Apps heruntergeladen wurden und allein in Deutschland durch Apps rund 2 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden. Gerade wir, von der App Agentur Startup Creator, verstehen gut, dass Sie dank Ihrer App einen Teil des Kuchens abhaben möchten! Aber wo fangen Sie am besten an?
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